Vielfältiges Programm beim Bunkai Jutsu Treffen in Rethen

 

Zum zweiten Bunkai Jutsu Treffen in diesem Jahr führte unser Weg nach Rethen. Axel Siebert und Anke Grau hatten in bewährter Weise die Gastgeberrolle übernommen und sorgten für einen schönen Rahmen. Ein herzliches Dankeschön von allen Teilnehmern dafür.

 

Die ersten Trainingseinheit wurde von mir gestaltet und führte die Teilnehmer durch einen Querschnitt der Trainingsinhalte in meinem Heimdojo aus dem letzten halben Jahr. Dabei führte ich die Gruppe von den praktischen Einzelanwendungen der Bassai Dai Kata zu deren Zusammenhang im Kampfsystem

und ihrer freien Anwendung in willkürlicher Reihenfolge.

 

Von allen Teilnehmern wurden Ulf Meierkords Gedanken und Ausführungen zu den Messerabwehranwendungen der Bassai Sho Kata als Höhepunkt wahrgenommen. Ulf hatte eine sehr fundierte Analyse gezeigt und viele Anregungen, diesen Ansatz weiter zu verfolgen und zu trainieren gegeben.

 

Nick Hofele hat sich in letzter Zeit mit der Bo Kata Juji Nokon Sho beschäftigt und übte diese mit den Teilnehmern. Franz Kallmaier konnte sehr gut assistieren, da er regelmäßig Budo trainiert, und eine Abwandlung der Form beisteuern.

 

Zu guter Letzt vervollständigte Axel Siebert seine Einheit zu Messerabwehr und -drills, die er beim letzten Treffen in Idar-Oberstein gezeigt hatte. Das ergänzte hervorragend die Ausführungen von Ulf, brachte aber auch sehr viele neue Ansätze.

 

Insgesamt verbrachten wir wieder einen sehr gelungenen Tag mit gemeinsamem Training und konnten diesen auch bei leckerem Essen ausklingen lassen. Es zeigte sich wieder, dass die Mitglieder des Bunkai Jutsu Netzwerks ein vielfältiges und fundiertes Kampfsportprogramm bieten können. Wir

freuen uns schon auf das nächste Treffen im Frühjahr 2019.

 

Carsten

09.12.2018 

Abwehr von Messerangriffen

 

Zum ersten mal leitete ich ein Kampfkunstseminar, bei dem

ich den ganzen Tag programmatisch gestalten musste. Durch die Erkrankung des

ursprünglich geplanten Referenten Kit Sién Tjong, hat es sich so ergeben, dass

ich eingesprungen bin. Da Messerkampf nicht unbedingt mein Spezialgebiet ist,

habe ich mir sehr viel Zeit genommen, ein Konzept für das Seminar aufzustellen.

Dazu habe ich ausführlich Literatur studiert, You-Tube Videos und auch

Lehr-DVDs geschaut. Natürlich kamen mir die Einheiten zum Messerkampf mit dem

Bunkai Jutsu Netzwerk und Axel Sieberts hilfreiche Tipps zugute. So habe ich,

wie ich denke, ein gutes Konzept für das Seminar erarbeiten können. Zuerst ging

es darum, gefährliche Gegenstände und insbesondere das Messer kennenzulernen.

Welche Gefahren gehen davon aus und wie kann ich sie vermeiden? Eine Übung

stand am Anfang, bei der ein Opfer in einen Maleroverall gesteckt wurde und ein

Angreifer mit Filzstift Messerschnitte und -stiche darauf anzeigen konnte. Das

zeigte ganz klar die Gefahren und welche Körperbereiche besonders gefährdet

sind. Dann ging es darum Vermeidungsstrategien kennenzulernen. Weglaufen ist

die erste Wahl, aber leider ist das nicht immer möglich. Gemäß dem Motto „Distanz

ist mein Freund“ war es wichtig, zu üben, wie man einen Angreifer auf Distanz

halten und bekämpfen kann. Und im letzten Teil übten die Teilnehmer dann

letztlich, wie man sich am besten verhält, wenn die Distanz geschlossen und der

Kampf unausweichlich ist. Im Wechsel von kurzen theoretischen Ausführungen und

praktischen Übungen wurde es nicht langweilig, und die Teilnehmer gerieten auch

das ein ums andere mal ins Schwitzen. Zum Abschluss wiederholten wir die Übung

mit dem Maleroverall und man konnte feststellen, dass sowohl die Angreifer als

auch die Verteidiger dazugelernt hatten. Als Ergebnis wurden die Stich- und

Schnittmarkierungen weniger. Die kleine Gruppe war sehr engagiert bei der Sache

und hat so zu einem gelungenen Seminar beigetragen. Wir hoffen alle, dass Kit

Sién in nicht allzu ferner Zukunft, wieder als Referent bei uns zu Gast sein

kann.

 

Carsten

28.10.2018

 

Maximilian, Sven und Carsten bei Rory Miller in Fritzlar
Maximilian, Sven und Carsten bei Rory Miller in Fritzlar

Die Logik von Gewalt und Konfliktkommunikation

 

Das waren die beiden Überschriften des Seminars mit Rory Miller am 29. und 30. September in Fritzlar. Maximilian Renna, Sven Burkhard und Carsten Schmitt waren die drei Teilnehmer des Bunkai Jutsu Netzwerks an diesem außergewöhnlichen Seminar. Rory hatte uns zwei Tage intensive Theorie angesagt und das hat er auch gehalten. Sein Ziel war, uns so viele Softskills wie möglich zu vermitteln. Das ist ihm aus meiner Sicht sehr gut und auf beeindruckende Weise gelungen.

 

Am ersten Tag beschäftigten wir uns mit der Logik von Gewalt. Rory nutzte das Konzept der Motivationspyramide von Maslow als Einstieg in die Thematik. Damit erklärte er die Antriebe des Menschen und warum es zu Gewalt kommen kann. Er stellte uns eine Aufgabe, wie sie ein Krimineller lösen muss. Zum Beispiel ist ein Drogensüchtiger seinen enormen Bedarf an Ressourcen zu decken und greift dafür auf kriminelle Mittel zurück. In strukturierter Weise analysierten wir, welche Probleme dabei gelöst werden müssen, welche Opfer sich anbieten, warum, an welchen Orten, wie man sie dort isoliert und psychologisch kontrolliert. All diese Erkenntnisse sind natürlich hilfreich, um sich vor Kriminalität zu schützen, und das war der Zweck der Ausführungen.

 

Am zweiten Tag ging es um die Konflikt Kommunikation. Dabei ging es darum, wie Konflikte entstehen, welche Arten es gibt und welche Verhaltensweise dafür maßgeblich sind. Menschliche Verhaltensweisen erklärte Rory an seinem Modell des dreigeteilten Verstands. Er unterteilt in das „Lizzard Brain“, das sich um die Grundbedürfnisse sorgt, das „Monkey Brain“, das den Status im Fokus hat und das „Human Brain“, das komplexe Probleme vernünftig lösen kann. Zu erkennen, wann welches dieser drei dominiert und wie man sie ansprechen kann, hilft dabei Konflikte zu lösen und Gewalt zu vermeiden. Viele nützliche Erkenntnisse und sehr aufschlussreiche Gespräche mit Kampfsportlern und Sicherheitsprofis hat mir dieses Seminar gebracht. Es war eine hervorragende Ergänzung zu unserem physischen Kampfkunsttraining und hat ganz neue Perspektiven eröffnet. Für mich war es das erste Seminar mit Rory, der in Zukunft etwas kürzer treten möchte und nicht mehr so viele Reisen machen wird. Daher bin ich sehr froh, die Gelegenheit gehabt zu haben, ihn persönlich zu erleben.

 

Carsten

28.10.2018

 

 

Wanshu mit Iain Abernethy in Meckenheim

 

Die Kata Enpi oder auch Wanshu stand im Mittelpunkt des Seminars von Iain Abernethy am 01. und 02. September in Meckenheim bei Bonn. Wanshu war der namensgebende chinesische Kampfkünstler dessen Kampfsystem die

Kata repräsentiert. Iain zeigte in mehreren kleinen Drills die darin enthaltenen Prinzipien und begeisterte die angereisten Karateka mit den dazugehörigen Anekdoten und Erklärungen. Zum Beispiel seine taktischen Hinweise, sich so zu bewegen, dass man den Gegner immer vor sich hat (in der eigenen Schusslinie) und dass man dabei vermeiden sollte in die Schusslinie des Gegners zu gelangen, fanden großen Anklang. Oder die Ausführungen, dass es enorm wichtig ist, stark zuschlagen zu können, waren sehr aufschlussreich. Immer wieder würzte er das

mit anschaulichen Beispielen und kleinen Geschichten. Dazu übten wir die Prinzipien der Kata mit einigen Pratzenübungen, die Iain um ein paar einfache Drills erweiterte, um die Vorteile des Trainierens mit diesem Hilfsmittel zu veranschaulichen. In netter Runde konnte am Samstagabend beim chinesischen Buffet der Austausch mit Iain und den anderen Teilnehmern gepflegt werden. Alle freuen sich schon auf den nächsten Termin in Meckenheim in zwei Jahren.

 

Carsten

03.09.2018

 

 

 

 

Chinto Bunkai mit Iain Abernethy

 

Wie werde ich einen missliebigen und aufrührerischen Matrosen los? Dieser Aufgabe sah sich Bushi Sokon Matsumura gegenüber, als ihn der König von Okinawa beauftragte, sich um den Ruhestörer zu kümmern. Nach einem kurzen Kampf, bei dem keiner als Sieger hervorging, vereinbarte Matsumura mit Chinto, dass dieser ihm seine Techniken lehren sollte. Matsumura würde Chinto versorgen und ihm eine Passage nach Hause in China besorgen. So entwickelte Matsumura die Kata Chinto oder im Shotokan auch Gankaku genannt. In Kreuzlingen lehrte Iain die Anwendungen der Kata und zeigte dazugehörige Pratzendrills. Dabei durfte ich ihm als Übungspartner zur Vorführung dienen. Die fortgeschrittenen Techniken und schnellen Bewegungen der Kata sind immer wieder beeindruckend. Es hat wie immer viel Spaß gemacht und war schön neue Bekanntschaften in der Schweiz zu machen.

 

Carsten

30.08.2018

 

 

Karateereignis in Stuttgart

 

Zu einem ganz besonderen Ereignis hatte das Uni Karate Dojo in Stuttgart im Juni geladen. Peter Consterdine und Iain Abernethy von der WCA waren zu Gast und hielten ein Seminar der Extraklasse. Peter legte besonderen Wert auf das ABC des Karate. So zeigte er den Double-Hip, den er von seinem Lehrer Kimura gelernt hatte. Außerdem stellte er den Kick-Shock zum Abstoßen vor einer Technik und beim Übergang zu einer Folgetechnik vor. Die dynamischen Übungen dazu basieren auf Erkenntnissen aus vielen Sportarten, was Peter anschaulich demonstrierte. So sollten wir einstudieren, wie man am besten die Körpermasse in Tritte und Schläge einbringt, damit diese effizient, stark und wirksam sind. Zu diesen Ausführungen über Bewegungsdynamik brachte Peter auch immer wieder Beispiele zur Taktik in Selbstverteidigung und Kampf, die mit den Bewegungsgrundlagen verknüpft sind. Iain ergänzte hervorragend mit praktischen Karatedrills und Anwendungen, die wir mit Partner und Pratzen üben konnten. Selbstverständlich ist Fitness bei jemandem wie Peter Consterdine ganz großgeschrieben und so waren auch ein paar sehr anstrengende Ausdauer- und Schlagübungen im Programm. Man weiß nie, ob solch ein Seminar in Zukunft wieder stattfinden kann. So entstand auch der Eindruck, dass Peter und Iain ganz bewusst eine sehr umfassende Themenwahl getroffen hatten, um möglichst viel der Essenz der WCA Philosophie an den Mann oder die Frau zu bringen. Peter gab uns auch explizit mit auf den Weg, dass Selbstverteidigung ein sehr enggefasster Bereich ist, dass wir aber unsere Kampfkunstkiste füllen und üben sollen, was für uns wichtig ist. Es liegt ihm viel daran, dass man sich in der Kampfkunst entfalten kann und das, was seine Kunst ausmacht studiert und kultiviert. Man sollte sich nicht von Sachzwängen wie zum Beispiel nur bestimmten Techniken in Wettbewerb und Selbstverteidigung einengen lassen – schon gar nicht von politischen Interessen. Man sollte aber stets wissen, was und wofür man trainiert. Sehr zufrieden mit dem Gelernten und den vielen Anregungen und Eindrücken konnten wir uns nach zwei anstrengenden Tagen wieder auf die Heimreise machen. Das UKD Stuttgart hat in bewährter Weise ein schönes Wochenende gestaltet und mit seinem Sommerfest am Samstag einen passenden Rahmen für ein entspanntes Miteinander der Kampfkunstgemeinde gesorgt. Dafür ein Dankeschön an alle Helfer und Organisatoren. Jens und mir kam die besondere Ehre zu, Peter Consterdine zu betreuen. Da wir im gleichen Hotel untergebracht waren und den Fahrdienst übernehmen, hatten wir die Gelegenheit beim Frühstück oder abends in der Bar exklusive Gespräche mit ihm zu führen. So konnten wir die ohnehin schon bestehende Verbindung noch weiter vertiefen.

 

Carsten

28.06.2018

 

 

 

 

Karatewochenende an Pfingsten

 

Über Pfingsten machte ich mich zu einem Besuch bei Axel und Anke auf. Dabei nutzte Axel die Gelegenheit, mich eine Trainingseinheit seiner Freitagsgruppe übernehmen zu lassen. Wir übten Randori Formen mit einfachen Techniken basierend auf Rory Millers One Step Konzept und ein paar meiner Interpretationen dazu. Abschließend führte ich das zu einem Standarddrill, den ich gerne zu Hause im Dojo trainiere. Da wir genügend Zeit eingeplant hatten, zeigte Axel die Bo-Kata Matzukaze Nokon, die wir mit der Gruppe einübten. Alle hatten viel Spaß und waren mit Feuereifer bei dem anspruchsvollen Programm dabei. Über Pfingsten übten wir im kleinen Kreis noch etwas mit den Kurzstöcken. Daneben ließen wir es uns auch beim Grillen und Whisky Tasting gut gehen. Wir hatten also eine schöne Zeit und konnten auch wieder einen fruchtbaren Kampfkunstaustausch pflegen.

 

Carsten

28.06.2018

 

 

Bunkai-Jutsu-Treffen am 21.4.2018 in Idar-Oberstein

  

 

Zwei Mal jährlich finden die Treffen der Mitglieder des Bunkai-Jutsu-Netzwerks an wechselnden Örtlichkeiten statt, so auch am 21.4.2018 in Idar-Oberstein.

  

Die Gruppe war mit 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern diesmal relativ groß, was auch ein wachsendes Interesse an diesen Treffen bezeugt. Das gesamte Bunkai-Jutsu-Netzwerk ist zwar wesentlich größer, doch ist es nicht einfach, immer alle Mitglieder an einem Treffen zusammen zu bekommen, zumal sich die Gruppe nicht nur über das Bundesgebiet sondern auch ins deutschsprachige Ausland erstreckt.

  

Das erste Thema des Tages, Selbstverteidigung bzw. Selbstschutz für Frauen, hatte Sven vorbereitet. Er führte als erfahrener Trainer insbesondere in diesem sensiblen Bereich zum Thema hin und unterstütze seine Ausführungen durch eine grafische Darstellung. Ebenso hatte er einige Bücher zum Thema dabei, die sich die Teilnehmer auch ansehen konnten.

 

Schnell war ein lebhafter Erfahrungsaustausch im Gange und die Diskussion wurde durch viele persönliche Erfahrungen der Teilnehmer und vor allem der Teilnehmerinnen ergänzt, die übrigens selbst größtenteils Trainer/innen sind. Hier war es von Vorteil, dass diesmal relativ viele Frauen dabei waren, denn somit wurden persönliche Erfahrungen aus erster Hand eingebracht.

 

Die besprochenen Inhalte waren für mich als Trainer äußerst hilfreich und es kam klar zum Ausdruck, dass Selbstverteidigung – oder meiner Meinung nach besser gesagt – Selbstschutz für Frauen ein leider wichtiges, aber auch sensibles Thema ist. Denn um ein professionelles Training in dieser Richtung anzubieten sind neben den richtigen – vor allem theoretischen – Inhalten viele Vorüberlegungen und Rahmenbedingungen zu schaffen, um optimale Trainingsumstände zu gewähren!

  

Maximilian nahm sich in seiner darauf folgenden Trainingseinheit der Festigung der Technikanwendung an. Hierzu bediente er sich der Methode des One-step-Sparring, die er entsprechend einer Idee von Rory Miller gestaltete.

 

Hierbei werden der in einer realen Auseinandersetzung herrschende Stress und die Unübersichtlichkeit durch Vorgabe einer bestimmten Taktung, in der Bewegungen ausgeführt werden dürfen, herausgefiltert. Dies ermöglicht sowohl den Trainierenden als auch einem beobachtenden Trainer, die Wirksamkeit der Techniken zu verbessern und ggf. als Trainer von außen entsprechend einzuwirken.

 

Durch bestimmte Aufgaben wurden entsprechende Schwerpunkte gezielt gesetzt. Beispielsweise war eine Aufgabe, verstärkt Hebeltechniken zum Einsatz zu bringen, oder es sollte z. B. eine Aktion nach Möglichkeit mit einem Wurf abgeschlossen werden.

 

Diese Art des Trainings brachte mir persönlich sehr viel, da somit eine konkrete Überprüfung der eigenen Techniken sowie eine gezielte Verbesserung möglich war. Ich werde sie auf jeden Fall in mein Training integrieren!

  

Die dritte Trainingseinheit übernahm Axel mit dem Themenschwerpunkt Messer / Messerabwehr/ gefährliche Gegenstände.

 

Über verschiedene Partnerübungen machte er uns erneut die Gefährlichkeit eines Messers sowie dessen Einsatzmöglichkeiten bewusst.
Die von Ihm vermittelten Prinzipien bei einem Angriff mit einem Messer liefen darauf hinaus, den Waffenarm zu kontrollieren / möglichst zu sichern und somit die Nähe zum Angreifer zu suchen, um auf dessen Gleichgewicht einzuwirken, was er uns mehrfach eindrucksvoll demonstrierte.

 

Für das gesamte Programm war leider nicht mehr genug Zeit, weshalb in einem zweiten Teil beim Teil beim nächsten Treffen weitere Prinzipien und Übungen zum Umgang mit einem akuten Angriff oder einer eher statischen Bedrohung behandelt werden.

 

Für mich eine sinnvolle Ergänzung meines Anti-Messer-Trainings, die ich auf jeden Fall weiterhin Üben werde!

  

Insgesamt war es – wie immer – ein sehr guter Trainingstag und erneut hatten die Beiträge der Referenten ein hohes Niveau. Klingt zwar vermeintlich nach Eigenlob, aber als hauptberuflicher Trainer bei einer Landesbehörde nehme ich mir heraus, dies aufgrund meiner langjährigen Erfahrung im professionellen Bereich beurteilen zu können.

 

Wie üblich wurde auch diesmal niemand verletzt, vom einen oder anderen blauen Fleck mal abgesehen, aber die gehören einfach dazu ;-).

  

Nach dem Training durften natürlich auch die Geselligkeit und das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen, weshalb wir den Abend in einer lokalen Gaststätte angenehm ausklingen ließen.

  

Natürlich ergaben sich bei den jeweiligen Einheiten Punkt und Inhalte, die alle gerne noch angesprochen und vertieft hätten. Darum freuen wir uns schon aufs nächste Bunkai-Jutsu-Treffen im Herbst in Hannover!

  

Bis dahin….

  

Nicolas  

 

 

 

 

Frauenselbstverteidigung als Schwerpunktthema in Idar-Oberstein

 

Eine Diskussionsrunde zum Thema Selbstverteidigung moderiert von Sven Burkhard bildete den Anfang unseres Bunkai Jutsu Treffens am 21. April in Göttschied. Sven hatte sich zu dem Thema vorbereitet und einige Literaturtipps mitgebracht. Wir sprachen über Themen warum SV Kurse für Frauen angeboten werden, wer sie hält, wer daran teilnimmt und was darin angeboten werden sollte und kann. Dabei kamen auch schwierige Themen wie „Kann ein Mann einen Frauen SV Kurs anbieten?“ oder „Wie bringt man einer Frau bei, im Notfall Gewalt anzuwenden?“ zur Sprache. Sven erklärte außerdem, warum er lieber von Selbstschutz als von Selbstverteidigung spricht.

 

Unterstützend zu den theoretischen Ausführungen konnte ich das Ergebnis der Umfrage vorstellen, die ich im Februar zum Thema Frauenselbstverteidigung gemacht hatte. Interessante Beobachtungen dabei waren, dass die Frauen, die die Umfrage beantworteten, eher den fremden Mann fürchten. Dagegen zeigt die polizeiliche Kriminalstatistik, dass weibliche Opfer eher eine Beziehung zum Täter haben oder hatten. Männer wiederum werden häufiger Opfer von Fremden. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an alle, die ihren Fragebogen ausgefüllt und abgegeben haben.

 

Nach diesen theoretischen Themen kam dann auch die Praxis, durch die uns zuerst Maximilian Renna führte. Er stellte uns das Konzept des One Step Trainings in verschiedenen Abwandlungen vor, das zum Erlernen des Umgangs mit gewalttätigen Angriffen hervorragend geeignet ist. Axel Siebert schloss den praktischen Teil des Tages mit Übungen zur Messerabwehr.

 

Zum Ausklang des Tages trafen wir uns alle noch im Gasthaus „Zum Schleffer“ und konnten bei gefüllten Hähnchen vom Buchenholzfeuer oder Burgern den Tag Revue passieren lassen und die nächsten Veranstaltungen ins Visier nehmen. Das Bunkai Jutsu Treffen war wieder eine runde Sache, da hochwertige Vorträge und Trainingseinheiten sich mit toller Geselligkeit paarten. Weitere Highlights werden in diesem Jahr folgen.

 

Carsten

27.04.2018

 

 

 

 

 

 

Ulf Meierkord besteht Prüfung zum 3. Dan

 

Am 06. April legte Ulf Meierkord vom Bunkai Jutsu Netzwerk in Rethen seine Prüfung zum 3. Dan bei der WCA unter Iain Abernethy ab. Vor der praktischen Prüfung reichte Ulf eine schriftliche Arbeit ein, die sich mit den Messerangriffen in Hamburg Barmbeck im Sommer 2017 beschäftigte. Seine gelungene Analyse ist auf Iains Webpage veröffentlicht. Im praktischen Teil zeigte Ulf nach der Grundschule die Katas Tekki Shodan bis Sandan und Jion, deren Bunkai er auch kurz demonstrierte. Mit gesteigerter Intensität konnte Ulf dann bei seinen Pratzendrills und den Kampfübungen mit Partner überzeugen. So konnte er geschafft aber zufrieden seinen neuen Dangrad aus den Händen von Iain Abernethy entgegennehmen. Ein besonderes Dankeschön ging an seine Partner Francesca Bennet und Axel Siebert, die Ulf als Gegenspieler einiges abverlangten. Es war mir eine besondere Freude, dieser Prüfung beiwohnen zu dürfen und ihren erfolgreichen Abschluss zu erleben.

 

Carsten

06.04.2018

 

 

 

Das Bunkai Jutsu Netzwerk bei Iain Abernethy in Rethen

 

Zum ersten Seminar mit Iain Abernethy nach offizieller Gründung des Bunkai Jutsu Netzwerks bei der WCA trafen sich einige seiner Mitglieder am 07. und 08. April. Zusammen mit über 60 anderen Teilnehmern erlebten wir wieder ein erstklassiges Seminar. Iain hatte einige tolle Lehrgansinhalte für uns vorbereitet. So beschäftigten wir uns am Samstag mit 12 Drills von Choki Motobu und Techniken aus dem Bubishi. Am Sonntag folgten noch Würfe von Itoman und Pratzendrills, die die vorher im Seminar erlernten Techniken wieder aufgriffen. Axel Siebert vom TSV Rethen, der Ausrichter des Seminars, lud am Samstag zum gemeinsamen Abendessen mit einem griechischen Buffet. Dort konnten wir ausgiebig über Karate und andere Kampfkünste fachsimpeln und alte und neue Bekanntschaften pflegen. So war das Seminar wieder einmal eine runde und lehrreiche Sache und hat allen viel Spaß gemacht.

 

 

 

 

SV Lehrgang mit Jürgen Kestner in Böhl-Iggelheim

 

 

Zusammen mit Jens besuchte ich am Samstag dem 24. März einen Selbstverteidigungslehrgang mit Jürgen Kestner in Böhl-Iggelheim. Dieser fand in der vereinseigenen Halle des VT Böhl statt und zählte circa 65 Teilnehmer. Der Verein hatte für ein nettes Ambiente und gute Verpflegung gesorgt, und so konnten wir uns intensiv den Lehrgangsthemen widmen. Jürgen hatte in vier Einheiten ein schönes Programm zusammengestellt. Immer wieder stufte er die Übungen so, dass auch Anfänger mit ihnen zurechtkommen konnten. Bei komplexeren Kombinationen mussten sie einfach nur einen Teil machen und konnten trotzdem viel dabei lernen. Wichtig war Jürgen vor allem, dass wir ständig in Bewegung waren und so kamen wir dann auch schnell ins Schwitzen. In der ersten Einheit übten wir eine Nahkampfkombination aus vier Zuki mit offener Hand, gefolgt von Age Empi, Mawashi Empi und dem Einklemmen des Angreiferarms mit dem Ellbogen was durch eine Hammerfaust und Zuki oder Empi abgeschlossen wurde. Danach wurde in der zweiten Einheit vor allem ein dynamisches Training mit dem Partner gemacht, das die vorher erlernten Prinzipien und den Schutz des Kopfes bei ständiger Bewegung zum Thema hatte. Nach einer Pause folgte in der dritten Einheit das Entkommen, wenn man an eine Wand in die Enge getrieben wurde. Und in der vierten Einheit wurde der Selbstschutz gegen mehrere Angreifer geübt. Auch dabei hielt uns Jürgen permanent in Bewegung und führte bei den beiden Abschlussübungen Behinderungen mit Fußfesseln oder Haltegurten um die Hüfte ein. Um 16:30 waren wir dann geschafft aber zufrieden und konnten nach einem gelungenen Lehrgang die Heimreise antreten.

 

Carsten

26.03.2018